Promitalk und Fußballakrobatik

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Fußball: Die Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Gmünd lud erstmals zum Neujahrsempfang

 

(pm). Zum ersten Neujahrsempfang in der Geschichte der Schiedsrichter-Gruppe Schwäbisch Gmünd trafen sich die Referees samt Partnerinnen im Kasino der neuen Barmer GEK in Bettringen. Geboten wurde ein kurzweiliges Programm mit Promitalk, Fußballakrobatik, Ehrungen und einem geistlichen Impuls.

 

Woche für Woche sind sie auf allen Sportplätzen der Region allein unterwegs, nun trafen sie sich alle samt Partnerinnen zum ersten Neujahrsempfang der Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Gmünd im Kasino der Barmer GEK in Bettringen. Bei Sekt, Häppchen und dezenter Klaviermusik stießen die Unparteiischen zuerst auf das neue Jahr an. Der Obmann der Gmünder Schiedsrichterzunft, Frank Dürr, konnte rund 100 Teilnehmer begrüßen. Neben den eigenen Kameraden mit deren Partnerinnen kamen Vertreter der benachbarten Schiedsrichtergruppen aus Aalen, Heidenheim, Göppingen, Schorndorf und Waiblingen sowie der Bezirksvorsitzende Jens-Peter Schuller und sein Stellvertreter sowie Bezirksspielleiter Alfons Krauß. Nach den Grußworten von Jens-Peter Schuller und des Bezirksschiedsrichterobmanns Olaf Alsdorf ließ Dürr das vergangene Jahr Revue passieren. Im Januar 2009 trat Berthold Reck nach 13-jähriger Tätigkeit auf eigenen Wunsch hin als Obmann zurück und Frank Dürr übernahm. Der neue Ausschuss um Dürr forderte von den Gmünder Schiedsrichtern, wie etwa bei der zur Pflicht gewordenen Leistungsprüfung sowie der Wiederbesetzung der Kreisliga-B-Reserven, Leistung und Einsatz, jedoch kam das Gesellige mit einem Saisonabschlussgrillfest und einem Familienausflug nach Alpirsbach und Freudenstadt auch nicht zu kurz.

In Mike Böttigheimer hatte die Gruppe einen Aufsteiger in die Landesliga, allerdings in Stefan Eichinger leider auch einen Absteiger. Dürr bedankte sich bei seinem Ausschuss, seinen beiden Vorgängern Berthold Reck und Adalbert Glanert für ihr weiteres Engagement in der Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Gmünd sowie bei allen Schiedsrichtern, die im vergangenen Jahr insgesamt 2922 Spiele leiteten, was im Durchschnitt über 20 Spiele pro Schiedsrichter macht. Ebenfalls bedankte er sich bei allen Partnerinnen, die am Ende der Veranstaltung den Blumenschmuck als kleines Dankeschön mit nach Hause nehmen durften.

Gestärkt nach dem Mittagessen, die Anwesenden konnten sich am schwäbischen Wurstbuffet mit diversen Beilagen bedienen, trat zur allgemeinen Auflockerung der Fußballakrobat René Mathussek aus Schwäbisch Gmünd, der bereits in verschiedenen Fernsehsendern und Fußballstadien Europas sein Können unter Beweis stellte, auf. Nach der Ehrung verdienter Kameraden für langjährige Treue zur Schiedsrichterzunft kam es zum Fußballtalk. Dafür konnten die Organisatoren als Stargast den Co-Trainer des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim, Peter Zeidler aus Böbingen, sowie den Sportjournalisten und Fußballfachmann Klaus Westermayer gewinnen.

Westermayer, ein gebürtiger Gmünder, lebt seit über 30 Jahren in Nürnberg, da er bei den Nürnberger Nachrichten als Sportchef tätig war. Er fragte Zeidler, der aufgrund der schweren Erkrankung des Vaters von Trainer Ralf Rangnick zuletzt in Hoffenheim Chefcoach war, über die aktuelle Lage beim Bundesligisten, die Saisonziele („DFB-Pokalsieger wäre nicht schlecht“), seinen Werdegang, die Aufgabe seines Beamtenstatus als Lehrer, seine Zukunftspläne („vielleicht mal mit Rangnick nach England“) sowie natürlich auch über die Bundesligaschiedsrichter als auch die Schiedsrichterzunft im Allgemeinen. Anschließend konnten noch Fragen an Zeidler gestellt werden, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Bevor der Nachmittag bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen ausklang, durfte natürlich Pfarrer und Schiedsrichterkamerad Johannes Waldenmaier mit einem geistigen Impuls zum neuen Jahr nicht fehlen. Er sprach über die Problematik, keine Zeit zu haben sowie sich keine Zeit zu nehmen und verteilte an die Kameraden Zeitgutscheine mit einem Gedicht, mit der Bitte um Einlösung als auch Weitergabe. Einhelliges Fazit der Teilnehmer am Ende des ersten Neujahrsempfang: „Wiederholung erwünscht.“

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden folgende langjährige Kameraden für ihre Verdienste geehrt: Die Ehrennadel in Silber des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) für 20 Jahre Schiedsrichtertätigkeit erhielt Thomas Maihöfer vom TV Herlikofen. Die Ehrennadel in Gold des WFV für 25 Jahre erhielten Dietmar Abele (TSGV Waldstetten) und Wolfgang Feifel (FC Spraitbach). Anschließend nahm Obmann Frank Dürr noch weitere besondere Auszeichnungen vor. Er überreichte Erwin Hillebrand (FC Durlangen), Bruno Jahn (SV Pfahlbronn) und Herbert Malon (FC Schechingen) für 30 Jahre Schiedsrichtertätigkeit sowie den Kameraden Hans Bieligmeyer (SV Pfahlbronn), Hans Schulig (TSV Heubach), Alfons Krieg und Siegfried Panko (beide SG Bettringen) gar für 35 Jahre Schiedsrichterzugehörigkeit jeweils die Ehrenuhr der Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Gmünd sowie zwei weitere kleine Präsente.

 

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