Gmünder Schiedsrichter verpassten den Turniersieg

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Beim Kleinfeldturnier der Schiedsrichtergruppe Nürtingen verlor die Gmünder Mannschaft im Endspiel mit 3:0 gegen die gastgebende Gruppe Nürtingen.  Konditionelle Mängel waren am Ende entscheidend.

Großer Umbruch in der Mannschaft

Die Schiedsrichter Gruppe Nürtingen lud am 27. Juni 2009 zum 7. Kleinfeldturnier auf die Sportanlage in Neckarhausen. Mit dabei waren auch die Gmünder Pfeifenmänner, die mit einem rundum erneuerten Gesicht antraten.  Neben den Etablierten (Stefan Eichinger, Mike Böttigheimer, Martin Daul) und  den ,,ausgefuchsten Hasen“ (Hasan Gökmenler, Michael Herbst), kamen junge, hoffnungsvolle Talente wie Max Deininger, Imke Somberg, Daniel Müller, Paul Seitz und ,,Gurke“ Kutsal dazu. Die größte Änderung gab es auf der Trainerbank. Erfolgscoach ,,Bixe“ Bieligmeyer verkündete nach 30 Jahren und gefühlten 10.000 Wutausbrüchen sein Karriereende als Trainer der Gmünder Schiedsrichter. Seine Nachfolge trat Stefan Eichinger an, der somit als Spielertrainer im Einsatz war.

Weiße Weste in der Gruppenphase

In der Gruppenphase zeigten die Gmünder Schiris, dass sie das neue Konzept des Trainers einwandfrei umsetzen konnten. Alle Gruppenspiele wurden gewonnen, die meisten mit nur einem Tor Unterschied. Besonders hervorzuheben ist der defensiv zelebrierte Catenaccio und die phasenweise mit einem Ballkontakt rollende Angriffswelle.  Selbst das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff (und umgekehrt) funktionierte zuverlässig wie ein Affe beim Bananen sammeln. Selbst ein unmoralisches Angebot von Kaiserslautern (Ein Fass Bier für eine Niederlage) konnte die Gmünder Schiris nicht aus dem Konzept bringen. Obmann Frank Dürr zeigte sich hocherfreut: ,,Es gefällt mir sehr, dass meine junge Truppe schon so charakterstark ist.“Mit einer weißen Weste wurde man Gruppenerster und qualifizierte sich für das Achtelfinale.  

3:0 Sieg gegen Singen (Achtelfinale)

Im Achtelfinale spielte man gegen Singen, die 3:0 nach Hause geschickt wurden. Hervorzuheben ist der harte Kampf, den die Gmünder Abwehr gegen die bulligen Stürmer zeigte.

5:4 nach Elfmeterschießen gegen Reutlingen (Viertelfinale)

Im Viertelfinale traf man auf die Gruppe Reutlingen, die mit einigen dribbelstarken Spielern ausgestattet war. Doch die Gmünder Abwehr ließ sich nicht lumpen und kämpfte auch diesen starken Angriff nieder. Da sich der Angriff der Gruppe Gmünd ebenfalls nicht durchsetzen konnte endete das Spiel 0:0 und es kam zum Neunmeterschießen.  Nervenstarke Schützen der Gmünder und ein starker Torhüter Michael Herbst,  dessen Reflexe schneller waren als Knut der Bär beim Fische fangen, machten den Halbfinaleinzug perfekt.

4:2 nach Elfmeterschießen gegen Göppingen (Halbfinale)

Im Achtelfinale gegen Göppingen, die man in der Gruppenphase bereits mit 1:0 geschlagen hatte, bot sich ein ähnliches Bild wie im Viertelfinale. In einem kampfbetonten Spiel neutralisierten sich beide Teams. ,,Wer den ersten Fehler macht verliert“, meinte Kapitän Hasan Gökmenler vor dem Spiel. Das keiner diesen Fehler machen wollte war dem Spiel anzusehen. So kam es wiederum zu einem 0:0 zum Ende der regulären Spielzeit. Auch in diesem Spiel war Michael Herbst der Held. Mit seinen Glanzparaden sicherte er seiner Mannschaft den Finaleinzug.

0:3 Niederlage im Endspiel gegen Nürtingen

Endspielgegner war Gastgeber Nürtingen, der bereits während des Turniers stark aufspielte und von vielen als Favorit gehandelt wurde. Dementsprechend ging das Team zu Werke und somit stand es nach wenigen Minuten bereits 2:0. Gmünd war in der vorangegangenen Spielen an die Grenze der Leistungsfähigkeit gegangen. In der Folge konnte man konditionell nicht mehr zusetzen und kassierte nach einem Konter das alles entscheidende 3:0.

Fazit: Starke Leistung der Mannschaft und personeller Aderlass am Ende

,,Die Zuschauer haben einen verdienten Sieger gesehen“, konstatierte Imke Somberg nachdem ihr Sepp Blatter die Silbermedaille überreichte. ,,Wir haben heute wirklich stark gespielt und es hat nur ein Muggenschiss zum Sieg gefehlt“, fügte ein enttäuschter Martin Daul hinzu.  Mit entscheidend war heute, dass 3 Spieler vorzeitig abreisen mussten und ein Spieler angeschlagen war. So hatte man ab dem letzten Gruppenspiel nur noch 2 und nach dem Halbfinale nur noch einen Auswechselspieler zur Verfügung. ,,Am Ende haben die personellen Alternativen gefehlt“ stellte ein massagereifer Gürkan Kutsal fest.

Empfehlenswertes Turnier und tolle Organisation

Dank gilt der Gruppe Nürtingen die das 7. Nürtinger Kleinfeldturnier wieder einmal hervorragend organisiert hatte und  die auch dafür sorgte, dass nach der Siegerehrung keine Kehle trocken blieb.

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